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Historischer Hintergrund

te entscheidenden Anteil am Sieg vom 5. Dezember 1757 bei Roßbach über die mehr als doppelt so starken Verbündeten.

Friedrich hetzte mit seiner siegreichen kleinen Armee weiter nach Schlesien, kam aber zu spät, um die preußische Niederlage vor Breslau am 22. Novem-ber noch zu verhindern. In einem Vabanque-Spiel bei zweieinhalbfacher Unterlegenheit gelang ihm durch ge-glückte Täuschung und Beweglichkeit bei Leuthen am 05.12.1757 der voll-ständigste Sieg des 18.Jahrhunderts. Er konnte in Schlesien überwintern, was für die Versorgung der Truppen von entscheidender Bedeutung war.

Preussische Armee erstürmt den Kirchhof von Leuthen, vollplastische Zinnfiguren

Erstürmung des Kirchofes von Leuthen durch das III. Bataillon Garde der preussischen Armee (5.12.1757).

Im Westen zwang der Herzog Prinz Ferdinand von Braunschweig mit seiner gemischten Truppe aus Hannoveranern, Engländern und Preußen die Franzsosen nach der Schlacht bei Krefeld über den Rhein zurück zugehen. Im Osten schlug Friedrich die Russen in der verlustreichen Schlacht von Zorndorf am 25. August 1758. Erneut hatte Seydlitz's Kavallerie die wechsel-volle Schlacht entschieden.
In Sachsen lancierten die österreichischen Heerführer Laudon und Daun einen erfolgreichen nächtlichen Überfall auf die preußische Armee bei Hochkirch am 14. Oktober. Die Unterschätzung des Gegners hatte Friedrich eine unhaltbare Stellung umgeben von bewaldeten Höhenzügen beziehen lassen.
Im Osten erlitt der preußische General Wedell mit seinen verfehlten Angriffen bei Kay am 23. Juli eine Niederlage. Diese leitete über zum Höhepunkt des Krieges, der katastrophalen Niederlage von Friedrich II. bei Kunersdorf am 12. August 1759 gegen die russische Armee unter Saltykow und einem österreichischen Hilfskorps. Fast 120.000 Soldaten waren an diesem glühend heißen Tag im Einsatz. Gegen die russischen Feldbefestigungen konnte die preußische Kavallerie im wald- und teichdurchzogenen Gelände nichts ausrichten und die Geschütze blieben im sandigen Boden stecken.
Der Abzug der Russen am 1. September ging als das "Mirakel des Hauses Brandenburg" in die Geschichte ein.

Auf den eisigen Höhen von Maxen nahmen die Österreicher unter Daun am 20. November 1759 auch noch das komplette preußische Korps Finck gefangen ("Finckenfang").

Nach vier Niederlagen gelang den Preußen am 15. August ein Sieg in der Schlacht bei Liegnitz. Friedrich wich einem geplanten nächtlich Angriff aus, umging und attackierte die völlig überraschten Österreicher. Er verhinderte so im letzten Moment die tödliche Vereinigung von Dauns Truppen mit 74.000 Russen, die sich nun zurückzogen.

Vor der Schlacht bei Torgau am 3. November 1760 teilte Friedrich seine Armee. Die Angriffe des Königs von Norden scheiterten. Der alte Husarengeneral Zieten erneuerte die Schlacht mit seinen nächtlichen Angriffen von Süden und führte die Wende im letzten Moment herbei.

 

Friedrich hatte noch einmal den Zugriff seiner Feinde abwenden können, aber seine personellen und materiellen Ressourcen waren völlig erschöpft und er sah sich oft in der Versuchung, dem Ganzen mit Selbstmord ein Ende zu bereiten. Im August und September1761 verschanzte er seine Armee in einem fast uneinnehmbaren Verkehrsknotenpunkt bei Bunzelwitz, worauf die uneinigen Österreicher und Russen, die sich um die Versorgung stritten, wieder abzogen.
Mit dem Tod der Zarin Elisabeth II. kam die nicht mehr erwartete Wende. Friedrich schloß separate Friedensverträge mit Schweden und Rußland. Nach der Ermordung des Nachfolgers der Zarin, Peter III., konnte er die Russen in der Schlacht bei Burkersdorf am 7. Juni 1762 gegen die Österreicher durch Geschick zur Neutralität bewegen. Nach einem erneuten Sieg bei Reichenbach am 16. August konnte er ganz Schlesien wieder einnehmen.
Sein Bruder Prinz Heinrich schlug die letzte Schlacht des Krieges gegen Truppen der Reichsarmee und Österreicher am 29.Oktober 1762. Nachdem auch die Franzosen aufgaben, willigten die Österreicher in den Frieden von Hubertusburg im Februar 1763 ein.

Frankreich wurde der Hauptverlierer des Siebenjährigen Krieges, den englische Historiker auch als einen ersten Weltkrieg bezeichnen. In Nordamerika hatten die Franzosen nach der Schlacht von Quebec am 9. September 1759 und dem Fall von Montreal fast ganz Kanada an die Briten verloren. Sie büssten durch die Niederlagen ihrer Flotte den uneingeschränkten Zugang zu ihren Kolonien ein und verloren die Seeherrschaft endgültig an die Briten. Zusammen mit den Niederlagen in Westdeutschland bei Krefeld und Minden führte das zu einer Verschuldungs- und Glaubwürdigkeitskrise des Königshauses, die geradewegs in die franzö-sische Revolution führte.

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► Österreichischer Erbfolgekrieg (inkl. Schlesische Kriege) 1740-48

► Siebenjähriger Krieg 1756-63

► Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg (Amerikanische Revolution) 1775-83

► Beginn der Französischen Revolutionskriege

  2. Siebenjähriger Krieg 1756-63


Der Staat Preußen im europäischen Überlebenskampf. Der österreichische Kanzler Kaunitz schmiedete eine Koalition zwischen Österreich, Frankreich, Rußland, Schweden und dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gegen Preußen. Mit einem Präventivschlag fiel Friedrich in Sachsen ein und schloß die sächsische Arme in der Elbschleife bei Pirna gegenüber der Festung Königstein ein. Ein Österreichisches Entsatzheer wurde am 15.Oktober 1756 bei Lobositz geschlagen. Tags darauf kapitulierte die sächsische Armee.

Im Mai 1757 schlug Friedrich die Österreicher unter hohen Verlusten bei Prag. Aber nach seiner ersten Niederlage bei Kolin am 18. Juni musste er die Belagerung von Prag aufheben und Böhmen verlassen. Unterdessen schlugen die Russen in Ostenpreußen das unterlegene Korps Lehwaldt am 30. August bei Groß-Jägersdorf, zogen sich aber später wegen eminenter Nachschubschwierigkeiten wieder zurück.
Der König zog nach Thüringen gegen die Verbündeten Truppen der Franzosen und der Reichsarmee. Als der österreichische General Hadik am 16.10. überraschend in Berlin einfiel, wurde die Hauptstadt einen Tag später durch den Reitergeneral Seydlitz entsetzt. Dieser hat-

  1. Österreichischer Erbfolgekrieg (inkl. Schlesische Kriege) 1740-48

 

Preußen, Frankreich und Bayern kämpften um österreichische Territorien nach dem Tod von Kaiser Karl VI.
Die "Pragmatische Sanktion" brachte dessen Tochter Maria Theresia in Wien an die Macht. In den Schlesischen Kriegen schlug der junge König Friedrich II. von Preußen zunächst die österreichischen Armeen in den Schlachten von Mollwitz 1741 und Chotusitz 1742. Nach einem desaströsen Rückzug aus Böhmen besiegte er die Österreicher bei Hohenfriedeberg 1745 wobei die Bayreuth-Dragoner in der Schlußattacke 20 Bataillone zersprengten, und Soor 1745. Am 15. Dezember schlug der preußische Feldmarschall Prinz Leopold von Anhalt-Dessau "der alte Dessauer" die mit Österreich verbündeten Sachsen, als er die verschneiten Anhöhen von Kesselsdorf erstürmen ließ. Der König bot den Frieden an.

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  4. Beginn der Französischen Revolutionskriege

 

Das revolutionäre Frankreich erklärte am 20.04.1792 Österreich, auf dessen Seite sich sofort das verbündete Preußen stellte, den Krieg. Ein Heer unter dem Herzog von Braunschweig drang im Sommer 1792 bis in die Champagne vor. Die Kanonade von Valmy am 20.09.1792 zwischen der französischen Revolutionsarmee und den preußisch-österreichischen Verbündeten veranlasste den Rückzug des Heeres der Ersten Koalition. Der Vormarsch der Franzosen begann (und dauerte bis 1815), von Augenzeuge Goethe beschrieben in "Die Campagne in Frankreich" 1822.

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  3. Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg (Amerikanische Revolution) 1775-83

 

Die Schlacht von Lexington war der Beginn des Krieges. George Washington wurde der erste amerikanische General im Kampf gegen die Truppen Georg III. von England. Am 4.July 1776 proklamierte Thomas Jefferson die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung, worauf die Briten noch mehr Truppen schickten, um die Rebellion zu unterdrücken. Die Amerikaner wurden in ihrem Kampf von den Franzosen unter General Lafayette unterstützt.

Die Briten eroberten zunächst die Höhen von Bunker Hill am 17. Juni 1775, kapitulierten aber  bei Saratoga 1777 nachdem sie die Schlachten von Freeman' Farm und Bermis Heights verloren hatten. Baron von Steuben reformierte die amerikanischen Truppen im Lager von Valley Forge nach preußischem Vorbild. Die Briten kapitulierten am 19. Oktober 1781 in Yorktown nach der Belagerung durch amerikanische und französische Truppen.

 

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